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Anwendung · Oldtimer & Klassiker

Strahlmittel für Fahrzeugrestaurierung – Rost und Lack restlos entfernen

Strahlmittel für Fahrzeugrestaurierung muss zwei Dinge gleichzeitig schaffen: Altlack, Füller und Flugrost vollständig abtragen und dabei das dünne Karosserieblech nicht verziehen. Kupfersilikatschlacke 0,2–0,8 mm bei 4–5 bar ist dafür das bewährte Mittel. Ab 21,49 € pro 25 kg Sack, DHL gratis.

Oldtimer Karosserie beim Sandstrahlen – Rost- und Lackentfernung

Empfohlene Körnung: 0,2 – 0,8 mm

Standard-Körnung für Karosserie und Oldtimer aus Stahl.

Konkrete Einsatzgebiete

  • Komplettentlackung von Karosserien bei Oldtimern
  • Bodengruppen und Schweller
  • Radhäuser und Falzbereiche
  • Achsen und Anbauteile
  • Kleinteile in Strahlkabinen

Vorteile auf einen Blick

  • Entfernt Lack, Füller und Flugrost in einem Arbeitsgang
  • Reinheitsgrad Sa 2,5 nach DIN EN ISO 8501-1 erreichbar
  • Profil Rz 40–60 µm – geeignet für Epoxidprimer
  • Silikosefrei nach DIN EN ISO 11126-3 – kein Quarzsand-Risiko
  • Scharfkantig ohne Glasperlenglanz – Profil für dauerhafte Haftung

Empfohlene Körnung: 0,2–0,8 mm

Die Körnung 0,2–0,8 mm ist die Standardwahl für Karosserie- und Oldtimerarbeiten aus Stahl. Sie erzeugt ein Ankerprofil von Rz 40–60 µm, das für Epoxidprimer und 2K-EP-Füller die notwendige Haftfläche bietet, ohne das Blech zu verziehen.

Druck, Düse und Strahlabstand bei der Karosserie

Erfahrungswerte aus der Praxis: 4–5 bar Düsendruck, 6–8 mm Düsendurchmesser, Strahlabstand 20–30 cm, Strahlwinkel 30–45° zur Blechoberfläche. Pendelbewegungen verhindern lokale Überhitzung. Dünnblech (unter 0,8 mm) immer erst an verdeckter Stelle testen.

Verzugsfrei strahlen – fünf typische Fehler

Zu hoher Druck (über 6 bar), zu kleiner Düsenabstand, zu langer Aufenthalt auf einer Stelle, fehlende Pendelbewegung und falscher Winkel verursachen Verzug. Bei korrekter Technik mit 0,2–0,8 mm Kupferschlacke verziehen typische Karosseriebleche nicht.

Nach dem Strahlen: Grundierung innerhalb von 4 Stunden

Blanker Stahl reoxidiert an Luft innerhalb weniger Stunden. Empfehlung aus der Praxis: 2K-EP-Grundierung innerhalb von 4 Stunden nach dem Strahlen auftragen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit früher.

Technische Eckdaten Kupferschlacke

MaterialKupfersilikatschlacke (Eisensilikat)
NormDIN EN ISO 11126-3
AussehenBraunes, scharfkantiges Granulat
Korngröße0,1 – 2,8 mm (8 Fraktionen)
Härte (Mohs)6 – 7
Spez. Gewicht2,9 g/cm³
Schüttdichte1,6 Mg/m³
Schmelzpunkt1460 °C
pH-WertNeutral
Freie Kieselsäure< 1 % (silikosefrei)

Sicherheit und Vorschriften

Beim Strahlen entsteht Staub. Auch silikosefreies Strahlmittel erfordert persönliche Schutzausrüstung nach TRGS 559 und DGUV-Regel 100-500: Strahlhelm mit Frischluftzufuhr, Schutzanzug, Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz. Geschlossene Strahlkabinen mit Absaugung sind im gewerblichen Einsatz typischerweise erforderlich. Quarzhaltiges Strahlgut ist nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen (TRGS 559, §16 GefStoffV) beim offenen Druckluftstrahlen stark eingeschränkt. Diese Hinweise ersetzen keine Einzelfallprüfung.

Eugenia Birkle, Händlerin · Fachhandel für Strahlmittel aus Bayreuth seit 2022 · Kontakt · Über uns

0,2–0,8 mm ist die Standardkörnung für Karosserie und Oldtimer aus Stahl. Sie erzeugt ein Ankerprofil von Rz 40–60 µm – genau die Rautiefe, die Beschichtungshersteller für 2K-EP-Primer und KTL-Beschichtungen als Mindestanforderung angeben. Feinere Körnungen (0,2–0,5 mm) eignen sich für sehr dünne Bleche unter 0,8 mm, zum Beispiel bei Trabant- oder Ente-Karosserien. Gröbere Körnung (0,5–1,4 mm) ist besser geeignet für Bodengruppen, Längsträger und Achsen, wo ein tieferes Profil benötigt wird. Im Zweifel: zuerst mit 0,2–0,8 mm bei 4 bar an einer verdeckten Stelle testen, bevor die gesamte Karosserie gestrahlt wird. Das Technische Datenblatt mit vollständigen Korngrößenverteilungen und Schichtdickenwerten steht auf kupferstrahl.de kostenlos zum Download bereit. Alle acht Körnungen von 0,1 bis 2,8 mm sind bei kupferstrahl.de zum Pauschalpreis erhältlich — DHL versandkostenfrei in ganz Deutschland, Lieferzeit 2–5 Werktage ab Lager Prebitz, Bayern.

Im Freistrahlbetrieb werden für eine komplette Karosserie (Außenhaut, Bodengruppe, Schweller, Radhäuser) häufig 6–10 Säcke à 25 kg benötigt. Ältere Fahrzeuge mit starkem Rost oder mehrfacher Lackierung erfordern mehr Material. In Kreislaufkabinen mit Absaugung kann der Verbrauch auf 3–5 Säcke sinken, da das Strahlmittel mehrfach umläuft. Richtwert für die Planung: 4–7 kg Kupferschlacke pro Quadratmeter Oberfläche im Freistrahl, 2–4 kg/m² in der Kabine. Kleinteile wie Lenker, Pedalerie und Anbauteile rechnen Sie zusätzlich ein. Kupferschlacke ist ein Einwegstrahlmittel — nach dem Aufprall zerfallen die Partikel und verlieren ihre Schneidleistung; eine Wiederverwendung ist technisch nicht sinnvoll. Bei kupferstrahl.de gibt es keine Mindestbestellmenge — Sie bestellen genau nach Bedarf. Lieferung per DHL versandkostenfrei in alle deutschen Postleitzahlen, Bezahlung per PayPal oder Banküberweisung, Lieferzeit 2–5 Werktage. Als Reserve lieber einen Sack mehr bestellen: Kupferschlacke lässt sich trocken und kühl gelagert unbegrenzt aufbewahren.

Bei korrekter Technik verzieht Kupferschlacke 0,2–0,8 mm typisches Karosserieblech in der Praxis nicht. Die entscheidenden Parameter: Düsendruck 4–5 bar (nicht höher), Strahlabstand 20–30 cm, Strahlwinkel 30–45° zur Blechoberfläche, gleichmäßige Pendelbewegung und kein Verweilen auf einer Stelle. Bleche unter 0,6 mm wie bei historischen Karosserien aus den 1950er-Jahren sollten immer zuerst an einem verdeckten Bereich getestet werden. Stahlgrit oder zu hoher Druck verursachen Verzug – Kupferschlacke ist in dieser Hinsicht deutlich schonender als metallische Strahlmittel. Zusätzlich gilt: in Bereichen mit Sicken und Doppelblechen (Schweller, Türfalze) verhindert die Verstärkungsstruktur den Verzug — offene, großflächige Bleche wie Türaußenhäute und Dachbleche reagieren empfindlicher und erfordern besonders gleichmäßige Führung. Ein Strahlwinkel unter 30° reduziert den Impulsübertrag auf das Blech erheblich. Für Oldtimer der Baujahre vor 1960 empfiehlt sich generell die feinere Körnung 0,2–0,5 mm, da die Stahlqualität jener Zeit inhomogener war als bei modernen Tiefziehblechen.

Erfahrungswert aus der Praxis: spätestens 4 Stunden nach dem Strahlen mit 2K-EP-Grundierung oder Zinkprimer beschichten. Blanker Stahl reoxidiert an Luft ab ca. 40 % Luftfeuchtigkeit innerhalb weniger Stunden – sichtbar als leichter Gelbton auf der Metalloberfläche. Bei hoher Luftfeuchtigkeit (über 60 %) sollte die Grundierung innerhalb von 1–2 Stunden erfolgen. Voraussetzung: die gestrahlte Fläche muss staubfrei und fettfrei sein. Druckluft aus dem Kompressor zum Abblasen verwenden. Keinen Lappen oder Handflächen verwenden – Fingerabdrücke übertragen Fett und beeinträchtigen die Haftung. Bei Temperaturen unter 5 °C oder über 35 °C sollte das Grundieren verschoben werden — viele 2K-EP-Primer haben enge Verarbeitungsfenster, die in den Produktdatenblättern angegeben sind. Für Hohlräume (Schweller, Längsträger) empfiehlt sich zusätzlich eine Hohlraumversiegelung mit Wachskonservierung — Grundierung allein schützt unzugängliche Innenbereiche nicht vollständig. Für Oldtimer-Restaurierungen mit TÜV-Abnahme sind die Anforderungen des Gutachters vorab zu klären.

Ja. Kupfersilikatschlacke enthält weniger als 1 % freie kristalline Kieselsäure und gilt damit nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen (TRGS 559) als silikosefrei. Quarzsand mit über 2 % freier Kieselsäure ist beim offenen Druckluftstrahlen nach §16 GefStoffV stark eingeschränkt – wegen des Risikos der Berufskrankheit Silikose (BK 4101). Silikose ist eine unheilbare Berufskrankheit, die durch Ablagerung von Quarzstaub in der Lunge entsteht. Kupferschlacke wird als anerkannter Ersatz nach DIN EN ISO 11126-3 beschrieben. Persönliche Schutzausrüstung ist erforderlich: Atemschutz FFP3 oder Strahlhelm mit Frischluftzufuhr, Schutzanzug, Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Absauganlage. Das Sicherheitsdatenblatt steht auf kupferstrahl.de zum Download bereit. Im gewerblichen Betrieb gelten zusätzlich die Anforderungen der DGUV-Regel 100-500 und der DGUV-Information 209-053 für Strahlkabinen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat den Einsatz quarzhaltigen Strahlguts beim offenen Strahlen seit den 1980er Jahren schrittweise eingeschränkt. Diese Seite ersetzt keine Einzelfallprüfung.