In den Warenkorb gelegt

Strahlmittel für Lackiereien – Ankerprofil Ra 6–12 µm & 2K-EP-kompatibel

Kupferschlacke ist das Standard-Strahlmittel für deutsche Lackierbetriebe: silikosefrei nach DIN EN ISO 11126-3, erzeugt reproduzierbar Ra 6–12 µm Ankerprofil für 2K-EP-Primer, KTL und Pulverbeschichtung. Geringere Staubentwicklung als Korund, sicher gewerblich einsetzbar.

Ra 6–12 µm Ankerprofil 21,49 € / 25 kg DHL versandkostenfrei

Warum Kupferschlacke in der Lackiererei?

Die Haftfestigkeit einer Lackierung steht und fällt mit dem Ankerprofil. Kupferschlacke erzeugt reproduzierbar Ra 6–12 µm – die Standardvorgabe für 2K-EP-Primer, KTL-Anlagen und Pulverbeschichtungen. Weniger Feinststaub als Korund, silikosefrei (<1 % freie Kieselsäure nach DIN EN ISO 11126-3), arbeitsschutzfachlich unbedenklich nach TRGS 559. Das macht das Material zur sicheren und bewährten Wahl für gewerbliche Lackierbetriebe in Deutschland.

Ankerprofil Ra 6–12 µm – Was Lackhersteller fordern

Das Ankerprofil Ra ist die mechanische Rauheit der gestrahlten Oberfläche – sie funktioniert als Verzahnungsbasis für die Beschichtung. Hersteller wie Standox, Spies Hecker oder Glasurit nennen in ihren öffentlich verfügbaren Datenblättern typischerweise Ra 6–12 µm als Anforderung für 2K-EP-Primer.

Körnung und Profil (Richtwerte):
0,2–0,5 mm bei 3–4 bar erzeugt etwa Ra 6–8 µm
0,2–0,8 mm bei 4–6 bar erzeugt etwa Ra 6–10 µm
0,5–1,4 mm bei 6–8 bar erzeugt etwa Ra 10–14 µm

Was bedeutet Sa 2,5? Das ist ein visueller Reinheitsgrad nach DIN EN ISO 8501-1: die Oberfläche ist sehr gründlich gestrahlt, überwiegend blank mit nur leichten Schattierungen. Mit Kupferschlacke 0,2–0,8 mm bei 5–6 bar ist Sa 2,5 in der Praxis erreichbar und reicht für die meisten Lackiererei-Anwendungen aus.

Körnungen je Lackaufgabe – Richtwerte aus der Praxis

Anwendung Körnung Druck Ra-Richtwert
PKW-Karosserie (dünne Bleche) 0,2–0,8 mm 4–6 bar 6–10 µm
Industrielackiererei Stahlbau 0,5–1,4 mm 6–8 bar 10–14 µm
Maschinen & Behälter (variabel) 0,2–1,0 mm 5–7 bar 8–12 µm

Richtwerte – das tatsächlich erzielte Profil hängt von Ausgangszustand, Körnung, Druck, Düsengröße und Düsenführung ab. Verbindliche Anforderungen entnehmen Sie immer dem Datenblatt des Lacksystems.

Kompatibilität mit Lacksystemen: 2K-EP, KTL und Pulverbeschichtung

2K-EP-Primer in der Karosserielackiererei: Kupferschlacke 0,2–0,8 mm erzeugt das geforderte Ankerprofil Ra 6–10 µm. Typische Anforderung: Sa 2,5, Ra 6–12 µm. Für dünne Karosseriebleche ist die feinere Körnung ideal, da sie sanfter arbeitet und die Materialdicke schont.

KTL-Vorbehandlung in der Industrielackiererei: KTL-Anlagen (Kathodischer Tauchlack) fordern typischerweise Sa 2,5 und Ra 8–12 µm. Kupferschlacke 0,5–1,4 mm bei 6–8 bar liefert das erforderliche Profil zuverlässig. Die Oberfläche muss ölfrei und chloridfrei sein – diese Anforderung erfüllt das Material von Natur aus.

Pulverbeschichtung auf Stahlrahmen: Pulverlacke auf Stahl benötigen typischerweise Ra 6–10 µm. Kupferschlacke 0,2–1,0 mm ist kompatibel und erzeugt ein stabiles Profil. Wichtig: Vor der Pulverbeschichtung muss die Felge möglichst am selben Tag zur Werkstatt, da freigestrahlter Stahl schnell zu oxidieren beginnt.

Alu-Hinweis: Kupferschlacke ist für Aluminiumteile nicht geeignet – Eisenrückstände können in die Alu-Oberfläche eindringen und später als Rostflecken sichtbar werden. Für Alu empfehlen sich eisenfreie Mittel wie Glasperlen oder Korund.

Verbrauch im Lackierbetrieb – Richtwerte nach Betriebsgröße

Karosseriefachlackiererei (PKW) 200–800 kg/Monat
Industrielackierbetrieb (Stahlbau) 1000–3000 kg/Monat
Pulverbeschichter mit Vorbehandlung 500–2000 kg/Monat
Großlackiererei (Nutzfahrzeuge, Schiene) 3000–8000 kg/Monat

Basierend auf Freistrahl (25–40 kg/m²). In Kreislaufanlagen reduziert sich der Verbrauch auf 40–60 % dieser Werte. Faustregel: Pro PKW-Unterboden (ca. 4 m²) bei einfachem Rost etwa 80–120 kg; kompletter Rohbau (15–20 m²) etwa 400–600 kg.

Bei kupferstrahl.de gibt es keine Mindestbestellmenge – Sie bestellen genau die benötigte Sackanzahl. Alle Bestellungen werden versandkostenfrei per DHL geliefert, Lieferzeit in der Regel 2–5 Werktage ab Lager Prebitz, Bayern.

Nach dem Strahlen: Zeitfenster, Abblasen, Grundierung

Wie lange darf gestrahlter Stahl unbeschichtet bleiben? Freigestrahlter Stahl beginnt bei normaler Luftfeuchtigkeit innerhalb weniger Stunden zu oxidieren. Der erste Flugrost kann schon nach 2–4 Stunden sichtbar werden, bei hoher Luftfeuchte noch früher. Aus diesem Grund sollten folgende Schritte möglichst zügig erfolgen.

Abblasen mit ölfreier Druckluft: Unmittelbar nach dem Strahlen alle Strahlmittelreste mit Druckluft ausblasen – besonders aus Hinterschnitten, Speichentälern und Nischenbereichen. Grobe Körnung kann in Vertiefungen verbleiben und die Beschichtungshaftung stören. Druckluft muss ölfreifein sein, sonst entstehen neue Kontaminationen.

Salz- und Chlorid-Kontrolle: Bei Fahrzeugen aus salzbelasteten Regionen oder mit Winterstreuensalz-Kontakt ist ein Chlorid-Test nach dem Strahlen empfehlenswert (ISO 8502-6/-9). Der Chloridgehalt sollte vor der Beschichtung unter 50 mg/m² liegen. Diese Anforderung erfüllt man durch vorherige Reinigung mit destilliertem Wasser, nicht durch das Strahlen selbst. Strahlen entfernt nur mechanisch; es reinigt nicht chemisch.

Zeitkritisch zur Grundierung: Die Grundierung sollte innerhalb möglichst weniger Stunden aufgetragen werden – ideal am selben Arbeitstag. Für 2K-EP-Systeme: Epoxidharz-Felgengrundierung auftragen, trocknen lassen, dann Felgenlack und Klarlack. Für Pulverbeschichtung: Felge möglichst am gleichen Tag zur Werkstatt bringen. Das enge Zeitfenster ist ein wichtiger Grund, warum Strahlarbeiten und Beschichtung oft zeitlich eng getaktet erfolgen.

Sicherheit und Arbeitsschutz: TRGS 559, DGUV, Silikosefreiheit

Nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen – insbesondere der TRGS 559 (Technische Regel für Gefahrstoffe) – gilt quarzhaltigem Strahlgut beim Freistrahlen als arbeitsschutzfachlich problematisch. Freie kristalline Kieselsäure kann bei wiederholter Inhalation Silikose verursachen.

Kupferschlacke enthält nach DIN EN ISO 11126-3 weniger als 1 % freie kristalline Kieselsäure und gilt als silikosefrei. Das macht das Material zur sicheren Wahl für gewerbliche Strahlarbeiten in Deutschland – unter Beachtung der Schutzmaßnahmen nach TRGS 559 und DGUV-Regel 100-500.

Pflichtausrüstung beim Freistrahlen:

  • Strahlhelm mit Frischluftzufuhr
  • Schutzanzug (Baumwolle mindestens 200 g/m²)
  • Handschuhe und Sicherheitsschuhe
  • Strahlkabine mit Absauganlage (Vorschrift nach DGUV-Regel 100-500)

Diese Seite ersetzt keine arbeitsschutzfachliche Einzelfallprüfung. Für verbindliche Auskunft zu den für Ihren Betrieb geltenden Anforderungen konsultieren Sie die zuständige Berufsgenossenschaft oder die DGUV.

Karosserie- vs. Industrielackiererei: Unterschiedliche Anforderungen

Die beiden Buyer-Personas unterscheiden sich in Volumen, Anlagentyp und Anforderungsprofil erheblich:

PKW-Karosseriefachlackiererei

200–800 kg/Monat · Dünne Bleche (1–2 mm) · Niedriger Druck 4–6 bar · Feinere Körnung 0,2–0,8 mm · Ra 6–10 µm · Sa 2,5 typisch · Freistrahl oder kleine Kreislaufanlage

Industrielackiererei Stahlbau

1000–3000 kg/Monat · Dicke Profile (4–10 mm) · Höherer Druck 6–8 bar · Gröbere Körnung 0,5–1,4 mm · Ra 10–14 µm · Sa 2,5/3 möglich · Großanlage, hohe Durchsätze

Kupferschlacke ist für beide Segmente geeignet – die passende Körnung muss nur auf die Anforderungen abgestimmt werden.

Mengen, Lieferung und Bestellung

Sackware 25 kg – das ist die Standard-Verpackung für Fachbetriebe. Bestellen Sie die benötigte Sackanzahl ohne Mindestbestellmenge.

  • Preis: €21,49 pro 25-kg-Sack (€0,86/kg)
  • Versand: DHL gratis in alle deutschen Postleitzahlen
  • Lieferzeit: In der Regel 2–5 Werktage ab Lager Prebitz, Bayern
  • Bezahlung: PayPal, Banküberweisung
  • Großmengen: Kontaktieren Sie uns für Palette oder Big-Bag-Anfragen

Jetzt bestellen

Häufige Fragen aus der Lackiererei

Welche Körnung für die Lackiervorbereitung? +

Die Körnung hängt von Substrat-Wandstärke und Lacksystem-Anforderungen ab. Karosserie (1–2 mm Stahl): 0,2–0,8 mm bei 4–6 bar, typischerweise Ra 6–10 µm. Industrielackiererei Stahlbau: 0,5–1,4 mm bei 6–8 bar, etwa Ra 10–14 µm. Sehr dünne oder empfindliche Teile: 0,2–0,5 mm bei 3–4 bar. Hersteller wie Standox, Spies Hecker oder Glasurit nennen in ihren öffentlich verfügbaren Datenblättern typischerweise Ra 6–12 µm als Anforderung für 2K-EP-Primer. Die verbindliche Profilanforderung entnehmen Sie immer dem technischen Datenblatt. Für Sa 2,5 gemäß DIN EN ISO 8501-1: 0,2–0,8 mm bei 5–6 bar in der Praxis ausreichend. Sa 3 (blankes Metall) erfordert höheren Druck oder gröbere Körnung. Strahldüse bei Karosseriearbeiten idealerweise 6–8 mm.

Wie hoch ist der Verbrauch in einem Lackierbetrieb? +

Richtwerte nach Betriebstyp (basierend auf Freistrahl 25–40 kg/m²): Karosseriefachlackiererei PKW: 200–800 kg/Monat. Industrielackierbetrieb Stahlbau/Maschinen: 1000–3000 kg/Monat. Pulverbeschichtung mit Vorbehandlung: 500–2000 kg/Monat. Großlackiererei Nutzfahrzeuge/Schiene: 3000–8000 kg/Monat. In Kreislaufanlagen reduziert sich der Verbrauch auf 40–60 % dieser Werte. Faustregel: Pro PKW-Unterboden (ca. 4 m²) bei einfachem Rost etwa 80–120 kg; kompletter Rohbau (15–20 m²) etwa 400–600 kg. Monatsbedarf hängt von Auslastung und durchschnittlicher Fläche pro Auftrag ab. Bei kupferstrahl.de gibt es keine Mindestmenge – Sie bestellen die benötigte Sackanzahl. Versand gratis DHL, 2–5 Werktage ab Lager Prebitz, Bayern.

Wie viel Staub erzeugt Kupferschlacke? +

Kupferschlacke erzeugt weniger Feinststaub als Korund, weil die scharfkantigen Partikel beim Aufprall brechen und weniger Sekundärstaub entsteht. Der Feinstaubanteil liegt aber trotzdem im lungengängigen Bereich (PM10, PM4). Schutzausrüstung nach TRGS 559 ist Pflicht: Strahlhelm mit Frischluftzufuhr, Schutzanzug, Handschuhe, Sicherheitsschuhe. Absauganlage in der Kabine ist vorgeschrieben. Da Kupferschlacke weniger als 1 % freie kristalline Kieselsäure enthält, besteht kein Silikoserisiko – anders als bei quarzhaltigem Strahlmittel. Die geringere Staubentwicklung verbessert die Sichtverhältnisse in der Kabine und verlängert die Standzeit der Kabinenfilter. Absauganlage bleibt nach DGUV-Regel 100-500 in jedem Fall Pflicht.

Ist das Material für KTL und Pulverbeschichtung geeignet? +

Ja, für Stahlteile ist Kupferschlacke 0,2–1,0 mm kompatibel mit KTL (Kathodischer Tauchlack), 2K-EP-Primer und Pulverbeschichtungen. Das erzielte Profil Ra 6–12 µm entspricht typischerweise den Anforderungen: KTL-Anlagen fordern meist Sa 2,5 und Ra 8–12 µm; Pulverlack auf Stahl Ra 6–10 µm. Kupferschlacke hinterlässt keine Öl- oder Chloridrückstände, die Korrosion fördern würden. Vor dem Strahlen muss die Oberfläche entfettet sein. Verbindliche Profilanforderung prüfen Sie im Datenblatt des Lacksystems. Für Aluminiumteile ist Kupferschlacke nicht geeignet – Eisenrückstände können in die Alu-Oberfläche eindringen und später als Rostflecken sichtbar werden. Für Alu empfehlen sich eisenfreie Mittel wie Glasperlen oder Korund. Bei Stahl liefert Kupferschlacke durch Mohs-Härte 6–7 sehr gute Schneidleistung und gutes Tiefenprofil.

Entfernt Kupferschlacke Öl- oder Salzrückstände? +

Nein – Strahlen ist mechanisch und entfernt nur feste Verschmutzungen (Rost, Altlack, Zunder), nicht flüssige oder gelöste Kontaminationen (Öl, Fett, Salze). Öl und Fett werden beim Strahlen in die Oberfläche eingearbeitet und führen zu schlechter Lackhaftung. Richtige Reihenfolge: Entfetten → Trocknen → Strahlen → Abblasen → Beschichten (zeitnah, 2–4 Stunden). Salzverunreinigungen nach dem Strahlen mit destilliertem Wasser abwaschen, besonders bei Fahrzeugen aus salzbelasteten Regionen. Ein Chlorid-Test nach dem Strahlen ist empfehlenswert (ISO 8502-6/-9): Chloridgehalt sollte vor der Beschichtung unter 50 mg/m² liegen. Diese Anforderung ist unabhängig vom Strahlmittel und muss durch vorherige Reinigung erfüllt werden.

Was bedeutet Sa 2,5 und wie wird es mit Kupferschlacke erreicht? +

Sa 2,5 ist ein visueller Reinheitsgrad nach DIN EN ISO 8501-1: sehr gründlich gestrahlt, nur leichte Schattierungen zulässig, Oberfläche überwiegend blank. Mit Kupferschlacke 0,2–0,8 mm bei 5–6 bar ist Sa 2,5 in der Praxis erreichbar. Sa 3 (vollständig blankes Metall, keine Flecken) erfordert höheren Druck oder gröbere Körnung und ist aufwendiger. Sa 2,5 ist für die meisten Lackiererei-Anwendungen (2K-EP, KTL, Pulverbeschichtung) ausreichend. Das tatsächlich erzielte Profil hängt von Ausgangszustand, Körnung, Druck und Düsenführung ab – nicht garantiert auf den Millimeter genau.

Großmengen, Paletten und individuelle Anfragen

Für Großmengen, Big Bags, Paletten oder individuelle Anfragen kontaktieren Sie uns direkt:

Kontaktformular