Strahlmittel für Fassaden & Beton – Reinigung, Strukturierung, CSP 2–3
Fassaden aus Klinker, Sandstein und Sichtbeton sowie Betonflächen für Beschichtungen stellen unterschiedliche Anforderungen. Kupfersilikatschlacke 1,4–2,8 mm reinigt großflächig, 0,5–1,4 mm liefert CSP 2–3 nach ICRI für Epoxid- und PU-Beschichtungen. Ab 21,49 € pro 25 kg Sack, DHL gratis.
Empfohlene Körnung: 1,4 – 2,8 mm
Grobe Körnung für Fassaden, Naturstein und großflächigen Beton.
Konkrete Einsatzgebiete
- Klinkerfassaden und Sandstein reinigen
- Betonoberflächen für CSP 2–3 vorbereiten
- Industrieböden sanieren
- Graffiti entfernen
- Brücken- und Tunnelanlagen reinigen
Vorteile auf einen Blick
- Hoher Flächendurchsatz auf großen Flächen
- CSP 2–3 nach ICRI für Epoxid- und PU-Beschichtungen
- Silikosefrei nach DIN EN ISO 11126-3
- Trockeneinsatz ohne Chemikalien
- Chemisch inert auf mineralischen Untergründen
Klinker und Sandstein schonend reinigen
Für empfindliche Klinkerfassaden empfiehlt sich 1,4–2,8 mm bei 3–4 bar als Standardansatz. Bei historischen oder sehr empfindlichen Klinkern kann 0,5–1,4 mm bei niedrigerem Druck angepasst werden. Probelauf an einer verdeckten Stelle vorab.
Beton vorbereiten – CSP 2–3 nach ICRI
0,5–1,4 mm Kupferschlacke liefert CSP 2–3 zuverlässig; für CSP 4 eignet sich 1,4–2,8 mm. Der konkrete Wert hängt von Gerät, Druck, Durchsatz und dem Ausgangszustand des Betons ab.
Graffiti und dicke Farbschichten
Graffiti auf Beton und Klinker lässt sich ohne Chemikalien durch Trockenstrahlen entfernen. 1,4–2,8 mm bei 5–6 bar entfernt auch mehrlagige Farbschichten in einem Arbeitsgang.
Druckluft- und Flächenleistung
Für Fassaden- und Betonflächen sind typischerweise 4000–5000 l/min Luftverbrauch erforderlich. Richtwert Strahlmittelverbrauch: 15–30 kg/m² bei normaler Verschmutzung, 30–50 kg/m² bei dicken Altanstrichen auf Beton.
Technische Eckdaten Kupferschlacke
| Material | Kupfersilikatschlacke (Eisensilikat) |
|---|---|
| Norm | DIN EN ISO 11126-3 |
| Aussehen | Braunes, scharfkantiges Granulat |
| Korngröße | 0,1 – 2,8 mm (8 Fraktionen) |
| Härte (Mohs) | 6 – 7 |
| Spez. Gewicht | 2,9 g/cm³ |
| Schüttdichte | 1,6 Mg/m³ |
| Schmelzpunkt | 1460 °C |
| pH-Wert | Neutral |
| Freie Kieselsäure | < 1 % (silikosefrei) |
Sicherheit und Vorschriften
Beim Strahlen entsteht Staub. Auch silikosefreies Strahlmittel erfordert persönliche Schutzausrüstung nach TRGS 559 und DGUV-Regel 100-500: Strahlhelm mit Frischluftzufuhr, Schutzanzug, Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz. Geschlossene Strahlkabinen mit Absaugung sind im gewerblichen Einsatz typischerweise erforderlich. Quarzhaltiges Strahlgut ist nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen (TRGS 559, §16 GefStoffV) beim offenen Druckluftstrahlen stark eingeschränkt. Diese Hinweise ersetzen keine Einzelfallprüfung.
Eugenia Birkle, Händlerin · Fachhandel für Strahlmittel aus Bayreuth seit 2022 · Kontakt · Über uns
Strahlmittel für Fassade & Beton — 25 kg 21,49 €
0,5–1,4 mm für CSP 2–3 auf Beton, 1,4–2,8 mm für Fassadenreinigung und grobe Entrostung.
1,4–2,8 mm bei 3–4 bar ist der Standardansatz für Klinkerfassaden mit normaler Verschmutzung – Ruß, Algen, Verwitterungspatina. Bei sehr empfindlichen historischen Klinkern (vor 1950) oder frostgeschädigten Ziegeln empfiehlt sich 0,5–1,4 mm bei maximal 3 bar, um die Ziegeloberfläche nicht zu beschädigen. Jede historische Fassade ist individuell: Porosität, Brenntemperatur und Zusammensetzung des Klinkers variieren stark. Vor der Großflächenbehandlung immer einen Probebereich von mindestens 0,5 m² an einer verdeckten Stelle strahlen und das Ergebnis nach 48 Stunden beurteilen – manche Klinker verfärben sich durch den Strahlmitteleintrag. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist vorab die Zustimmung der zuständigen Denkmalbehörde einzuholen. Nassstrahlverfahren oder Niederdruckstrahlen mit Natriumbicarbonat sind für besonders empfindliche historische Substanz oft die schonendere Alternative und werden von Denkmalbehörden bevorzugt genehmigt. Kupferschlacke-Rückstände auf hellem Klinker können eine bräunliche Verfärbung hinterlassen, wenn Partikel in die Poren eindringen — bei hellem Klinker vorab an einer Musterfläche testen.
Ja. CSP 3 nach ICRI 310.2 (Concrete Surface Profile) ist mit 0,5–1,4 mm Kupferschlacke bei 5–6 bar typischerweise erreichbar. CSP 3 beschreibt eine Rautiefe von 0,5–1,0 mm, die als Haftgrund für Epoxid- und Polyurethanbeschichtungen auf Industrieböden geeignet ist. Für CSP 4 (Rautiefe 1,0–1,5 mm) empfiehlt sich 1,4–2,8 mm bei 6–7 bar. Der konkrete erreichbare CSP-Wert hängt ab von: Betonqualität (Druckfestigkeit C20 vs. C35), Ausgangszustand (Betonalter, vorhandene Beschichtungen), Strahldruck, Düsenabstand und Durchsatz. Professionelle Auftragnehmer messen den erreichten CSP-Wert nach dem Strahlen mit Replika-Klebstreifen (Testex Press-O-Film). Die ICRI-Norm 310.2 enthält physische Referenzprofile (Chips) — der direkte Vergleich mit dem Referenzchip nach dem Strahlen ist die Standardmethode zur Abnahme. Bei Epoxid-Bodenbeschichtungen auf Industrieböden sind CSP 3–4 die meistgefragten Profile; Hersteller wie Sika, Mapei und Henkel spezifizieren in ihren technischen Datenblättern den geforderten CSP-Wert je Produkt.
In Wohngebieten und bei denkmalgeschützten Gebäuden ist gekapseltes Strahlen oder Nassstrahlen wegen der Staubentwicklung häufig vorgeschrieben oder behördlich genehmigungspflichtig. Im gewerblichen Industriebereich ist Trockenstrahlen zulässig, sofern die Schutzmaßnahmen nach TRGS 559 eingehalten werden: Absaugung, Staubschutz für Nachbargebäude, Schutz von Fahrzeugen und Vegetation im Umkreis. Bei denkmalgeschützten Fassaden ist vorab Rücksprache mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde erforderlich, da nicht jedes Strahlverfahren genehmigt wird. Für empfindliche Natursteine wie Sandstein und Schiefer ist Niederdruckstrahlen (unter 3 bar) oder Natriumbicarbonat-Strahlen oft geeigneter. In manchen Bundesländern schreibt die Landesbauordnung für Arbeiten an Fassaden im Bestand eine Anzeige bei der zuständigen Baubehörde vor. Bei gewerblichen Fassadenarbeiten in Innenstadtlagen empfehlen sich Auflagen zur Verkehrs- und Passantensicherung und eine Abstimmung mit dem zuständigen Ordnungsamt. Natursteinarten in Deutschland variieren erheblich: Mainsandstein (porös, weich) erfordert anderen Umgang als Granit (hart, dicht) oder Kalkstein — die Strahlparameter müssen individuell ermittelt werden.
Richtwerte für Kupferschlacke im Trockenbetrieb: 15–25 kg/m² bei normaler Verschmutzung (Algen, Ruß, Verwitterungspatina auf Klinker und Beton). 30–50 kg/m² bei dicken Altanstrichen und schwer haftenden Beschichtungen auf Beton. 10–20 kg/m² für reine Graffiti-Entfernung ohne tiefen Materialabtrag. Bei Fassadenreinigung mit Kupferschlacke entsteht erhebliche Menge an Strahlmittel-Sand-Gemisch, das aufzufangen und zu entsorgen ist. Für die Entsorgungsplanung: mit 1,5–2 kg Abfallvolumen pro kg eingesetztem Strahlmittel rechnen (Strahlmittel plus abgetragenes Material). Der tatsächliche Verbrauch hängt zudem von der Düsengröße und dem Arbeitsdruck ab — bei 6 mm Düse und 4 bar ist der Durchsatz deutlich geringer als bei 10 mm Düse und 6 bar; entsprechend variiert der Flächenverbrauch. Bei kupferstrahl.de gibt es keine Mindestbestellmenge — 25 kg Säcke können einzeln oder in beliebigen Mengen bestellt werden. DHL liefert versandkostenfrei in alle deutschen Postleitzahlen, Lieferzeit 2–5 Werktage ab Lager Prebitz, Bayern. Für größere Projekte mit Palettenmengen nehmen wir gerne individuelle Anfragen per E-Mail entgegen.
Alle nicht zu strahlenden Flächen müssen vor Beginn der Arbeiten abgedeckt werden. Checkliste: Fenster und Türen mit Folie und Klebeband abkleben, Fahrzeuge aus dem Strahlbereich entfernen oder mit Planen abdecken, Bepflanzung und Grünflächen schützen (Kupferschlacke kann Pflanzen schädigen), Abläufe und Kanalöffnungen mit Stopfen sichern. Bei Nassstrahlen ist das Abwasser separat aufzufangen und zu behandeln – unkontrollierter Abfluss in die Kanalisation ist verboten. Nachbargebäude und Verkehrsflächen im Umkreis von mindestens 20 Metern schützen. Nach Abschluss der Arbeiten Strahlmittelreste vollständig aufkehren und fachgerecht entsorgen. Schallschutz: Strahlanlagen erzeugen Lärmpegel von 100–115 dB am Düsenaustritt — bei Arbeiten in Wohngebieten gelten die Regelungen der AVV Baulärm. Richtwert für Tagzeiten: 65 dB(A) in Wohngebieten; Absperrung und Lärmschutzplane können erforderlich sein. Empfehlung für Außenprojekte: vor Arbeitsbeginn Wetterbericht prüfen — Wind über 5 m/s verteilt Strahlmittelpartikel unkontrolliert und erfordert zusätzliche Schutzmaßnahmen oder einen Abbruch der Arbeiten.