Strahlmittel für Holz & Stein – schonende Bearbeitung ohne Faserbruch
Strahlmittel für Holz und Naturstein muss die Vergrauung und Patina abtragen, ohne die Holzfaser aufzureißen oder den Stein zu beschädigen. Kupfersilikatschlacke 0,2–0,5 mm bei 2–3 bar ist die Standardwahl für diese Anwendungen. Ab 21,49 € pro 25 kg Sack, DHL gratis.
Empfohlene Körnung: 0,2 – 0,5 mm
Feinste Körnung für Holz- und Steinbereich.
Konkrete Einsatzgebiete
- Holzterrassen und Gartenmöbel entgrauen
- Holztreppen vor der Oberflächenbehandlung
- Historische Fachwerk- und Sichtbalken
- Sandstein und Schiefer reinigen
- Natursteinfensterbänke im Innenbereich
Vorteile auf einen Blick
- Entfernt Vergrauung ohne Faserschäden
- Legt die natürliche Holzstruktur frei
- Silikosefrei nach DIN EN ISO 11126-3
- Geeignet für Öl- und wasserbasierte Folgebehandlungen
- Deutlich weniger Staub als Quarzsand
Holz entgrauen – Faserstruktur erhalten
Klassische Stahlrahmen aus Cr-Mo oder Reynolds-Rohren (0,7–1,2 mm Wandstärke) lassen sich durch mechanisches Schleifen oder chemisches Beizen in Hohlbereichen nicht vollständig reinigen. Strahlen mit feiner Kupferschlacke entfernt Altlack, Pulverbeschichtung und Flugrost in einem Arbeitsgang.
Sandstein, Schiefer und Granit
Naturstein reagiert unterschiedlich empfindlich auf Strahlmittel. Sandstein und Schiefer können mit 0,2–0,5 mm bei 2–3 bar behandelt werden. Granit verträgt etwas höhere Drücke. Probelauf an verdeckter Stelle ist bei historischem Naturstein obligatorisch.
Fachwerk und historische Sichtbalken
Altholz-Fachwerk erfordert besondere Sorgfalt. Mit 0,2–0,5 mm bei 2–2,5 bar und größerem Abstand (30–40 cm) lässt sich Patina entfernen, ohne die historische Substanz zu beschädigen. Immer mit niedrigstem Druck beginnen und stepweise erhöhen.
Nachbehandlung mit Öl, Wachs oder Lasur
Gestrahltes Holz muss innerhalb von 24–48 Stunden geölt, gewachst oder lasiert werden. Die freiliegende Holzfaser nimmt Feuchtigkeit schnell auf; ohne Schutz beginnt erneute Vergrauung.
Technische Eckdaten Kupferschlacke
| Material | Kupfersilikatschlacke (Eisensilikat) |
|---|---|
| Norm | DIN EN ISO 11126-3 |
| Aussehen | Braunes, scharfkantiges Granulat |
| Korngröße | 0,1 – 2,8 mm (8 Fraktionen) |
| Härte (Mohs) | 6 – 7 |
| Spez. Gewicht | 2,9 g/cm³ |
| Schüttdichte | 1,6 Mg/m³ |
| Schmelzpunkt | 1460 °C |
| pH-Wert | Neutral |
| Freie Kieselsäure | < 1 % (silikosefrei) |
Sicherheit und Vorschriften
Beim Strahlen entsteht Staub. Auch silikosefreies Strahlmittel erfordert persönliche Schutzausrüstung nach TRGS 559 und DGUV-Regel 100-500: Strahlhelm mit Frischluftzufuhr, Schutzanzug, Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz. Geschlossene Strahlkabinen mit Absaugung sind im gewerblichen Einsatz typischerweise erforderlich. Quarzhaltiges Strahlgut ist nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen (TRGS 559, §16 GefStoffV) beim offenen Druckluftstrahlen stark eingeschränkt. Diese Hinweise ersetzen keine Einzelfallprüfung.
Eugenia Birkle, Händlerin · Fachhandel für Strahlmittel aus Bayreuth seit 2022 · Kontakt · Über uns
Strahlmittel für Holz & Naturstein — 25 kg 21,49 €
0,1–0,4 mm und 0,2–0,5 mm für Holz und Naturstein.
0,2–0,5 mm Kupferschlacke bei 2–3 bar entfernt die Vergrauung und legt die natürliche Faserstruktur frei, ohne die Holzfaser aufzureißen. Für sehr hartes Holz (Bangkirai, Teak, Ipe) kann 3–3,5 bar bei gleicher Körnung gewählt werden – diese Holzarten sind besonders dicht und tolerieren etwas höheren Druck. Für weicheres Holz (Kiefer, Fichte, Lärche) bleibt man besser bei 2–2,5 bar. Der Strahlwinkel sollte immer in Faserrichtung verlaufen – quer zur Faser entstehen sichtbare Riefen. Abstand: 25–35 cm. Ergebnis: frische, gleichmäßige Holzoberfläche bereit für Öl, Wachs oder Lasur. Nach dem Strahlen unbedingt mit Druckluft abblasen, um Strahlmittelreste aus der Holzfaser zu entfernen. Verbleibende Partikel können Abdrücke unter dem Öl oder Lack hinterlassen. Die gesamte Materialmenge für ein Terrassenprojekt von 20–30 m² beträgt typischerweise 1–2 Säcke à 25 kg Kupferschlacke — DHL liefert versandkostenfrei in 2–5 Werktagen.
Bei richtiger Technik in der Regel nicht. Die Schlüsselparameter: 0,2–0,5 mm Körnung (keine gröbere), 2–3 bar Druck, 25–35 cm Strahlabstand, flacher Winkel (20–30°), Pendelbewegung in Faserrichtung, kein Verweilen auf einer Stelle. Kritisch sind zu hoher Druck (über 4 bar), zu kleiner Abstand und das Strahlen quer zur Faser. Ein Probelauf an einer verdeckten Stelle (Terrassenunterseite, verstecktes Brett) ist vor Beginn der Hauptfläche dringend empfohlen. Zu stark verwittertes oder bereits rissiges Altholz kann beim Strahlen Oberflächenschäden zeigen – in diesem Fall ist Schleifen oder Abtragen und Ersetzen die bessere Lösung. Freiliegende Äste und Harzporen in Nadelholz reagieren beim Strahlen empfindlicher als die umgebende Holzfläche — den Strahlabstand an diesen Stellen vergrößern und den Druck reduzieren. Ein gleichmäßiges Strahlbild entsteht nur, wenn die Düsenbewegung gleichmäßig und konstant bleibt — Temposchwankungen erzeugen deutlich sichtbare Helligkeitsunterschiede in der Holzoberfläche.
Ja, technisch möglich – aber mit erheblichem Aufwand für Staubschutz. Sandstein ist ein poröses Gestein, das feine Partikel aufnimmt. Empfehlung: 0,2–0,5 mm bei 2–2,5 bar, Abstand 25–30 cm, Winkel 30°. Im Innenbereich sind Frischluftzufuhr (kein Umluftbetrieb), leistungsstarke Absaugung und vollständige Abdeckung aller Möbel und Textilien im Raum Pflicht. Atemschutz FFP3 für alle Personen im Arbeitsbereich. Feuchtigkeitssensible Materialien (Parkett, Tapeten) müssen von feinen Staubpartikeln ferngehalten werden — feiner Steinstaub kann Lacke und Holzoberflächen dauerhaft beschädigen. Für ein einzelnes Fensterbrett ist Nassschleifen mit Schwamm und feinem Schleifpapier oft die deutlich praktischere Alternative. Naturstein-Strahlen im Innenbereich erfordert außerdem eine vollständige Kapselung des Arbeitsbereichs — typischerweise werden Plastikfolie und Klebeband verwendet, um den Staub auf die unmittelbare Arbeitsfläche zu begrenzen. Nach Abschluss muss der gesamte Bereich sorgfältig gesaugt werden; feiner Steinstaub setzt sich tief in Fugen und unter Bodenleisten ab.
Innerhalb von 24–48 Stunden für optimale Ergebnisse. Die freiliegende Holzfaser ist nach dem Strahlen maximal saugfähig – das ist der beste Zeitpunkt für eine tiefe Öl-Imprägnierung. Wartet man länger, nimmt die Faser Luftfeuchtigkeit auf und beginnt zu quellen, was die Aufnahme des Öls reduziert. Bei hoher Luftfeuchtigkeit (über 70 %) oder Regen innerhalb der nächsten 48 Stunden den Ölauftrag vorziehen oder die Holzfläche vorübergehend abdecken. Erster Ölauftrag großzügig – das Holz ist besonders saugfähig. Überschüsse nach 20–30 Minuten mit Tuch abwischen, damit kein klebriger Film entsteht. Für Terrassenöle gilt: die Holzfeuchte muss unter 18 % liegen, bevor das Öl aufgetragen wird — feuchtes Holz nimmt das Öl nicht gleichmäßig auf und kann zu Fleckenbildung führen. Die Holzfeuchte lässt sich einfach mit einem Feuchtigkeitsmessgerät prüfen; auf Feuchte prüfen ist besonders wichtig nach Regen oder in schattigen Bereichen.
Ja. Kupfersilikatschlacke enthält weniger als 1 % freie kristalline Kieselsäure und gilt damit nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen (TRGS 559) als silikosefrei. Das macht das Material zu einem anerkannten Ersatz für quarzhaltiges Strahlgut, dessen Einsatz beim offenen Druckluftstrahlen nach §16 GefStoffV stark eingeschränkt ist. Trotzdem entstehen beim Strahlen von Holz Staubpartikel – sowohl aus dem Strahlmittel als auch aus dem Holz selbst. Holzstaub kann allergisierend wirken und bei bestimmten Holzarten (z. B. Teak, Eiche, Buche) als krebserzeugend eingestuft sein. Deshalb ist Atemschutz FFP2 oder FFP3 beim Holzstrahlen ebenso erforderlich wie beim Metallstrahlen. Das vollständige Sicherheitsdatenblatt steht auf kupferstrahl.de zum Download bereit. Eichenholzstaub gilt nach TRGS 906 als krebserzeugend der Kategorie 1A — beim Strahlen von Eiche sollte FFP3-Atemschutz mit Strahlhelm und Frischluftversorgung verwendet werden. Der Grenzwert für Holzstaub am Arbeitsplatz (TRGS 553) liegt bei 2 mg/m³ — eine leistungsstarke Absaugung ist beim Holzstrahlen wichtig. Diese Seite ersetzt keine Einzelfallprüfung.