Strahlmittel für Karosserie & Lackierung – Profil Rz 40–60 µm für 2K-EP
Die Haftfestigkeit einer Lackkierung hängt maßgeblich vom Ankerprofil der Oberfläche ab. Kupfersilikatschlacke 0,2–0,8 mm erzeugt reproduzierbar ein Profil von Rz 40–60 µm – die Standardvorgabe für 2K-EP-Primer, KTL und Pulverbeschichtungen. Ab 21,49 € pro 25 kg Sack, DHL gratis.
Empfohlene Körnung: 0,2 – 0,8 mm
Standard-Körnung für Karosseriearbeit und Lackiervorbereitung.
Konkrete Einsatzgebiete
- Vorbereitung von Karosserieteilen für 2K-EP-Primer
- Entrosten von Reparaturblechen vor dem Schweißen
- Aufrauen verzinkter Bauteile vor Pulverbeschichtung
- Entlacken von Türen, Hauben und Kotflügeln
- Kleinteile in Strahlkabinen
Vorteile auf einen Blick
- Reproduzierbares Profil Rz 40–60 µm nach Vorgabe
- Hohe Haftwerte für Folgebeschichtungen
- Silikosefrei nach DIN EN ISO 11126-3
- Scharfkantige Partikel ohne Kaltverfestigung
- Geringere Staubentwicklung als Korund
Körnung 0,2–0,8 mm für Karosseriearbeit
Die Körnung 0,2–0,8 mm liefert ein Profil von Rz 40–60 µm – genau das, was Beschichtungshersteller für 2K-EP-Primer auf Stahl angeben. Bei dünnen Blechen (unter 1 mm) mit 4–5 bar bei 25 cm Abstand arbeiten.
Kompatibilität mit Lacksystemen
Karosserie: 0,2–0,8 mm, 4–6 bar, Ra 6–10 µm Ankerprofil. Stahlbau: 0,5–1,4 mm, 6–8 bar, Ra 10–14 µm. Maschinen und Behälter: 0,2–1,0 mm, 5–7 bar, Ra 8–12 µm.
Verzinkte Bauteile aufrauen
Verzinkte Teile können vor der Pulverbeschichtung mit reduziertem Druck (2,5–3,5 bar) und flachem Winkel aufgeraut werden, ohne die Zinkschicht zu durchstoßen.
Wann grundieren?
Bei normalen Werkstattbedingungen empfiehlt sich das Grundieren innerhalb von 2–4 Stunden nach dem Strahlen. Bei Luftfeuchtigkeit über 60 % früher – Flash-Rost setzt schneller ein.
Technische Eckdaten Kupferschlacke
| Material | Kupfersilikatschlacke (Eisensilikat) |
|---|---|
| Norm | DIN EN ISO 11126-3 |
| Aussehen | Braunes, scharfkantiges Granulat |
| Korngröße | 0,1 – 2,8 mm (8 Fraktionen) |
| Härte (Mohs) | 6 – 7 |
| Spez. Gewicht | 2,9 g/cm³ |
| Schüttdichte | 1,6 Mg/m³ |
| Schmelzpunkt | 1460 °C |
| pH-Wert | Neutral |
| Freie Kieselsäure | < 1 % (silikosefrei) |
Sicherheit und Vorschriften
Beim Strahlen entsteht Staub. Auch silikosefreies Strahlmittel erfordert persönliche Schutzausrüstung nach TRGS 559 und DGUV-Regel 100-500: Strahlhelm mit Frischluftzufuhr, Schutzanzug, Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz. Geschlossene Strahlkabinen mit Absaugung sind im gewerblichen Einsatz typischerweise erforderlich. Quarzhaltiges Strahlgut ist nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen (TRGS 559, §16 GefStoffV) beim offenen Druckluftstrahlen stark eingeschränkt. Diese Hinweise ersetzen keine Einzelfallprüfung.
Eugenia Birkle, Händlerin · Fachhandel für Strahlmittel aus Bayreuth seit 2022 · Kontakt · Über uns
Strahlmittel für Karosserie & Lackierung — 25 kg 21,49 €
0,2–0,8 mm für Karosserie und Lackierung, 0,5–1,4 mm für Stahlbau.
0,2–0,8 mm Kupferschlacke ist die Standardwahl für Karosserie und Lackiervorbereitung auf Stahl. Das erzeugte Ankerprofil von Rz 40–60 µm entspricht den Anforderungen der meisten 2K-EP-Primer-Hersteller. Für dünnere Bleche (unter 0,8 mm) empfiehlt sich 0,2–0,5 mm bei reduziertem Druck (3–4 bar), um Verzug zu vermeiden. Für stärkere Stahlbauteile wie Achsen, Rahmen oder Träger bietet 0,5–1,4 mm mehr Abtragsleistung und ein tieferes Profil von Rz 60–80 µm. Die Wahl der Körnung sollte immer mit den technischen Datenblättern des Lackherstellers abgestimmt werden, da die Profilanforderungen je nach System variieren. Epoxidlacke benötigen in der Regel ein gröberes Profil als Pulverlack; Angaben dazu finden sich im Datenblatt des jeweiligen Beschichtungssystems. Das Technische Datenblatt für Kupfersilikatschlacke mit vollständigen Schichtdickenwerten und Korngrößenangaben steht auf kupferstrahl.de kostenlos zum Download bereit. Bei kupferstrahl.de sind alle 8 Körnungen von 0,1 bis 2,8 mm zum selben Pauschalpreis erhältlich — keine Mindestbestellmenge.
Ja, verzinkte Bauteile können vor der Pulverbeschichtung oder Nasslackierung mit Kupferschlacke aufgeraut werden – allerdings mit deutlich reduziertem Druck. Empfohlene Parameter: 2,5–3,5 bar, 0,2–0,5 mm Körnung, flacher Strahlwinkel (20–30°), Abstand 25–35 cm. Ziel ist das Aufrauen der Zinkoberfläche, nicht das Durchstoßen der Zinkschicht. Die typische Schichtdicke von Feuerverzinkung (50–80 µm) muss erhalten bleiben. Probelauf an einem verdeckten Bereich ist Pflicht. Für sehr dünne Zinkschichten (Bandverzinkung unter 15 µm) sollten Glasperlen oder Korund bevorzugt werden, da das Risiko eines Durchstrahlens höher ist. Die Zinkschichtdicke lässt sich nach dem Strahlen mit einem magnetischen Schichtdickenmessgerät prüfen — dies empfiehlt sich bei sicherheitsrelevanten Bauteilen. Nach dem Aufrauen sollte die Oberfläche mit Druckluft abgeblasen und entfettet werden. Zinkstaub und Zinkoxide, die beim Strahlen entstehen, erfordern Atemschutz FFP3 — sie sind nach GHS als gesundheitsschädlich eingestuft und können Metalldampffieber verursachen.
Bei normalen Werkstattbedingungen (Temperatur 15–25 °C, Luftfeuchtigkeit unter 60 %) empfiehlt sich das Grundieren innerhalb von 2–4 Stunden nach dem Strahlen. Bei Luftfeuchtigkeit über 60 % setzt Flash-Rost früher ein – dann innerhalb von 1–2 Stunden beschichten. Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit (über 80 %) oder Außenanwendungen kann sich sichtbarer Rost schon nach 30–60 Minuten bilden. Empfehlung: nach dem Strahlen sofort mit Druckluft abblasen, Oberfläche auf Staubfreiheit prüfen und zügig grundieren. Wer nicht sofort grundieren kann, sollte eine temporäre Korrosionsschutzlösung (Wash-Primer) aufsprühen. Handkontakt mit der gestrahlten Fläche vermeiden — Fingerabdrücke übertragen Fett und reduzieren die Lackhaftung erheblich. Wer in mehreren Schritten arbeitet, kann mit einem 2K-EP-Washprimer eine temporäre Barriere aufbauen, die das Tagesende überbrückt. Wenn die gestrahlte Fläche über Nacht ungeschützt bleibt, muss sie am nächsten Tag erneut mit Druckluft abgeblasen und auf verbleibende Feuchtigkeitsspuren geprüft werden, bevor mit der Grundierung begonnen wird.
Nein. Glasperlen erzeugen ein glattes, kugelförmiges Profil (Rp-Profil) – das ist ideal für Reinigung, Entgraten und optische Verbesserung von Oberflächen, aber ungeeignet als Vorbereitung für 2K-EP-Primer. 2K-EP-Primer benötigen ein scharfkantiges Ankerprofil (Rz 40–80 µm), das nur durch scharfkantige Strahlmittel wie Kupferschlacke, Korund oder Stahlgrit erzeugt wird. Glasperlen auf Stahl ohne Ankerprofil führen zu deutlich schlechterer Lackhaftung und erhöhtem Risiko von Blasenbildung und Abplatzung. Glasperlen werden typischerweise für Aluminium, Edelstahl oder dekorative Anwendungen eingesetzt. In der Praxis werden Glasperlen häufig als zweiter Schritt nach dem Strahlen mit Kupferschlacke eingesetzt — um die Rauheitsspitzen abzurunden und die Optik zu verbessern — aber nie als alleinige Vorbereitung für Epoxidlacke. Kupferschlacke ist kostengünstiger und erzielt deutlich höheren Materialabtrag pro Zeiteinheit. Auch Korund (Aluminiumoxid) ist für die EP-Primer-Vorbereitung geeignet und liefert ein ähnlich scharfkantiges Profil, ist aber deutlich teurer als Kupferschlacke bei vergleichbarer Abtragsleistung.
Die meisten Beschichtungshersteller fordern Sa 2,5 nach DIN EN ISO 8501-1 als Mindestanforderung für 2K-EP-Primer auf Stahl. Sa 2,5 bedeutet: alle sichtbaren Öle, Fette, Schlacke, Zunder, Rost und Fremdschichten sind entfernt; verbleibende Reste nur als leichte Verfärbung sichtbar. Sa 3 (weißer Stahl) ist Voraussetzung für Zinkstaub-Primer und marine Korrosionsschutz. Mit 0,2–0,8 mm Kupferschlacke bei 5–6 bar ist Sa 2,5 in der Praxis zuverlässig erreichbar. Sa 3 erfordert in der Regel mehrere Strahlgänge oder höheren Druck mit gröberer Körnung. Die Reinheitsgrade Sa 1, Sa 2, Sa 2,5 und Sa 3 sind im Bildatlas DIN EN ISO 8501-1 mit Referenzfotos hinterlegt — Lackierbetriebe und Strahlunternehmer verwenden den Bildatlas für die Sichtprüfung nach dem Strahlen. Für Pulverbeschichtung ohne EP-Primer ist Sa 2,5 ebenfalls Mindestziel, da Zunder und Rost unter Pulverlack zur Blasenbildung führen.