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Anwendung · Schiffbau & Stahlbau

Strahlmittel für Schiffsbau – Korrosionsschutz und Entrostung im Stahlbau

Stahlrümpfe, Decksaufbauten und Hafenanlagen stehen unter extremer Korrosionsbelastung. Kupfersilikatschlacke 0,2–1,4 mm erzeugt das tiefe Profil Rz 75–100 µm, das für Korrosionsschutzklasse C5-M und Sa 2,5 nach EN ISO 12944 erforderlich ist. Ab 21,49 € pro 25 kg, DHL gratis.

Schiffsbau Strahlarbeiten – Korrosionsschutz und Entrostung im Hafen

Empfohlene Körnung: 0,2 – 1,4 mm

Allround-Körnung für schweren Stahlbau – tiefes Profil.

Konkrete Einsatzgebiete

  • Stahlrumpf-Sanierung in Werften
  • Schweißnahtbereich vor Korrosionsschutz-Beschichtung
  • Decksaufbauten, Schotten und Stahltüren
  • Brücken- und Schleusentechnik
  • Stahltanks und Hafenanlagen

Vorteile auf einen Blick

  • Tiefes Profil Rz 75–100 µm
  • Reinheitsgrad Sa 2,5 bis Sa 3 erreichbar
  • Silikosefrei nach DIN EN ISO 11126-3
  • Hohe Schneidleistung gegen Walzzunder
  • Geeignet für Korrosionsschutzklasse C5-M nach EN ISO 12944

Korrosionsschutz im maritimen Bereich

Salzwasser, Spritzwasser und Unterwasserbereich stellen höchste Anforderungen an Korrosionsschutz. Die Norm EN ISO 12944 definiert für C5-M-Anwendungen einen Reinheitsgrad von Sa 2,5, oft Sa 3, und ein Profil von mindestens Rz 50–75 µm. Kupferschlacke 0,5–1,4 mm erfüllt diese Anforderungen.

Walzzunder und Rostgrad C/D entfernen

Walzzunder ist mechanisch fester als Rost und erfordert höhere Schlagenergie. Mit 0,5–1,4 mm bei 6–7 bar und einem 8–10 mm Düsendurchmesser wird Walzzunder zuverlässig entfernt. Richtwert Luftverbrauch: 2500–3500 l/min.

Norm-Konformität

Kupfersilikatschlacke wird nach DIN EN ISO 11126-3 beschrieben und kommt in der Praxis für die in EN ISO 12944 geforderten Reinheitsgrade Sa 2,5 und Sa 3 zum Einsatz. Das Ankerprofil entspricht typischerweise den Vorgaben für marine Korrosionsschutzsysteme; tatsächliche Ergebnisse hängen von Körnung, Druckluftleistung, Untergrund und Arbeitsweise ab.

Druckluft und Kompressor für den Stahlbau

Für den Einsatz im Schiffbau typische Richtwerte: 6–7 bar Strahldruck, 8–10 mm Düsendurchmesser, Luftverbrauch 2500–3500 l/min. Entsprechende Kompressorleistung ist Voraussetzung für hohen Flächendurchsatz.

Technische Eckdaten Kupferschlacke

MaterialKupfersilikatschlacke (Eisensilikat)
NormDIN EN ISO 11126-3
AussehenBraunes, scharfkantiges Granulat
Korngröße0,1 – 2,8 mm (8 Fraktionen)
Härte (Mohs)6 – 7
Spez. Gewicht2,9 g/cm³
Schüttdichte1,6 Mg/m³
Schmelzpunkt1460 °C
pH-WertNeutral
Freie Kieselsäure< 1 % (silikosefrei)

Sicherheit und Vorschriften

Beim Strahlen entsteht Staub. Auch silikosefreies Strahlmittel erfordert persönliche Schutzausrüstung nach TRGS 559 und DGUV-Regel 100-500: Strahlhelm mit Frischluftzufuhr, Schutzanzug, Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz. Geschlossene Strahlkabinen mit Absaugung sind im gewerblichen Einsatz typischerweise erforderlich. Quarzhaltiges Strahlgut ist nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen (TRGS 559, §16 GefStoffV) beim offenen Druckluftstrahlen stark eingeschränkt. Diese Hinweise ersetzen keine Einzelfallprüfung.

Eugenia Birkle, Händlerin · Fachhandel für Strahlmittel aus Bayreuth seit 2022 · Kontakt · Über uns

Sa 2,5 nach DIN EN ISO 8501-1 ist die Mindestanforderung für Korrosionsschutz im Schiffbau und Offshore-Bereich. Bei hochbelasteten Unterwasserbereichen, Ballasttanks und C5-M-Systemen nach EN ISO 12944 wird häufig Sa 3 (weißer Stahl) gefordert. Sa 2,5 bedeutet: alle Walzzunder, Rost und Fremdschichten vollständig entfernt; nur leichte Verfärbungen als Schatten sichtbar. Sa 3 erfordert alle Spuren zu entfernen – die Oberfläche zeigt metallischen Glanz. Kupferschlacke 0,5–1,4 mm wird bei 6–7 bar in der Praxis für Sa 2,5-Vorbereitung eingesetzt; tatsächliche Ergebnisse hängen von Körnung, Druckluftleistung, Untergrund und Arbeitsweise ab. Für Sa 3 empfiehlt sich ein zweiter Strahlgang oder 1,4–2,8 mm Körnung mit höherem Druck. Die Norm DIN EN ISO 8501-1 enthält Referenzfotos für alle Reinheitsgrade — die Sichtprüfung erfolgt durch direkten Vergleich. Im Schiffbau dokumentiert der Strahlauftragnehmer den erreichten Reinheitsgrad schriftlich als Teil der Qualitätssicherung nach dem Korrosionsschutzsystem des Beschichtungsherstellers. Die Prüfung auf verbleibende Öl- und Fettrückstände erfolgt nach DIN EN ISO 8502-6 (Bresle-Test) — Rückstände über 50 mg/m² müssen vor dem Grundieren entfernt werden.

Richtwert für Schiffsrümpfe im Freistrahlbetrieb: 40–60 kg/m² bei Erstentrostung auf stark verrostetem Stahl (Rostgrad C/D nach DIN EN ISO 8501-1). Bei leichtem Rost (Grad A/B) reichen 20–35 kg/m². In Kreislaufanlagen mit Druckbehälter und Absaugung sinkt der Verbrauch auf 15–25 kg/m², da das Strahlmittel mehrfach umläuft. Hinweis: Kupferschlacke ist ein Einweg-Strahlmittel – nach einem Durchlauf zerfällt es durch den Aufprall in Feinstpartikel und wird entsorgt. Diese Eigenschaft macht den Verbrauch höher als bei wiederverwendbaren Stahlmitteln, vermeidet aber aufwendige Aufbereitungsanlagen. Der Flächendurchsatz hängt stark von der Düsengröße und dem verfügbaren Luftvolumen ab — mit einer 10-mm-Düse bei 7 bar und 3000 l/min Luftverbrauch sind 3–5 m²/Stunde auf stark verrostetem Stahl realistisch. Bei kupferstrahl.de gibt es keine Mindestbestellmenge — für große Stahl- und Schiffbauprojekte können beliebige Mengen in 25-kg-Säcken bestellt werden. DHL liefert versandkostenfrei in alle deutschen Postleitzahlen; bei Palettenmengen nehmen wir gerne individuelle Anfragen per E-Mail entgegen.

Ja. Kupfersilikatschlacke nach DIN EN ISO 11126-3 ist für marine Anwendungen geeignet und erzeugt das Profil Rz 75–100 µm, das für Korrosionsschutzklasse C5-M nach EN ISO 12944 typischerweise gefordert wird. Das Strahlmittel selbst ist chemisch inert und hinterlässt keine Chlorid-Rückstände, die Korrosion begünstigen würden. Nach dem Strahlen sollte die Oberfläche mit gefilterter Druckluft abgeblasen werden, um Strahlmittelreste zu entfernen. Für Unterwasserbereiche empfiehlt sich die Imprägnierung innerhalb von 4 Stunden nach dem Strahlen. Bei Arbeiten in Küstennähe kann salzhaltige Luft die Reoxidationszeit des blanken Stahls auf unter 30 Minuten reduzieren — Grundierung muss dann besonders schnell erfolgen. Marine Korrosionsschutzsysteme (Epoxy-Teer, Vinylharz) sind so ausgelegt, dass sie auf Oberflächen mit einem Salzgehalt unter 20 mg/m² (Leitfähigkeitsprüfung nach ISO 8502-9) aufgetragen werden. Vor Beginn der Strahlarbeiten auf Schiffen empfiehlt sich eine Prüfung der Umgebungsluft auf Salzgehalt — bei über 5 % relativer Luftfeuchtigkeit aus Meernähe sind zusätzliche Absaugmaßnahmen sinnvoll.

Die Entsorgung gebrauchten Strahlmittels hängt vom gestrahlten Untergrund, möglichen Beschichtungen, Verunreinigungen (z. B. Bleifarben, Chromat, PCB, Mennige, andere Schadstoffe aus Altanstrichen) und den örtlichen Vorgaben ab. Bei der Sanierung von Altanstrichen auf älteren Stahlkonstruktionen ist vorab eine Analyse des Strahlgutes zu empfehlen. Bei Stahl aus der Zeit vor 1990 und unbekannter Lackhistorie kann eine Laboranalyse sinnvoll sein. Bitte prüfen Sie den konkreten Fall mit der zuständigen lokalen Stelle, einem Entsorgungsfachbetrieb oder anhand offizieller Informationen. Für gewerbliche Auftragnehmer können nach Kreislaufwirtschaftsgesetz Nachweispflichten gelten — das Entsorgungsunternehmen klärt den genauen Ablauf. Diese Seite gibt keine Entsorgungsfreigabe und ersetzt keine Einzelfallprüfung.

Für gewerbliches Druckluftstrahlen gelten TRGS 559, DGUV-Regel 100-500 und DGUV-Information 209-053. Pflichtausrüstung: Strahlhelm mit externer Frischluftzufuhr (kein Atemschutz FFP3 allein beim offenen Strahlen), Schutzanzug (mindestens Typ 5), Handschuhe, Sicherheitsschuhe (S3), Gehörschutz (Lärmpegel beim Strahlen häufig über 100 dB). Geschlossene oder gekappselte Strahlkabinen mit Absauganlage und Entstaubungsanlage sind für gewerbliche Betriebe vorgeschrieben. Im Hobbybetrieb gelten dieselben Anforderungen – fehlende PSA ist kein Kavaliersdelikt, da Silikose auch bei einmaliger Hochdosisexposition entstehen kann. Strahlhelme mit Frischluftversorgung müssen der DIN EN 14594 entsprechen — einfache Staubmasken FFP2/FFP3 sind beim offenen Druckluftstrahlen wegen der hohen Partikelkonzentration nicht ausreichend. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) schreibt regelmäßige Unterweisungen für Strahlarbeiten vor und kontrolliert die Einhaltung der PSA-Pflicht. Vor Beginn der Strahlarbeiten im Schiff- und Stahlbau ist außerdem eine Gefährdungsbeurteilung nach § 6 ArbSchG zu erstellen und schriftlich zu dokumentieren.