In den Warenkorb gelegt
Anwendung · Sportbootbau

Strahlmittel für Yachten & Boote – Antifouling und Osmose-Sanierung

Strahlmittel für Yachten und Boote muss Altantifouling, Lackrückstände und beginnende Osmose entfernen, ohne das GFK-Laminat oder den dünnen Stahlrumpf zu schädigen. Kupfersilikatschlacke 0,2–0,5 mm bei 2–3 bar ist dafür die richtige Wahl. Ab 21,49 € pro 25 kg Sack, DHL gratis.

Yacht Rumpf Strahlarbeiten – Antifouling und Osmose-Sanierung

Empfohlene Körnung: 0,2 – 0,5 mm

Feine Körnung für dünne Stahlrümpfe und GFK mit kontrolliertem Abtrag.

Konkrete Einsatzgebiete

  • Entfernung von Altantifouling auf Stahlrümpfen
  • Osmose-Sanierung auf GFK-Booten
  • Vorbereitung von Lackschichten unter der Wasserlinie
  • Decksarmaturen und Ankergeschirr
  • Stahlrumpfbereiche an Verdränger-Fahrzeugen

Vorteile auf einen Blick

  • Schonender Abtrag auf dünnen Stahlrümpfen
  • Schichtweises Entfernen von Antifouling
  • Silikosefrei nach DIN EN ISO 11126-3
  • Profil für 2K-EP und Vinylester-Beschichtungen
  • Geringerer Staub als Glasperlen oder Quarzsand

Antifouling schichtweise entfernen

Mehrlagiges Antifouling erfordert kontrollierten mechanischen Abtrag. Strahlen mit feiner Kupferschlacke bei 2,5–3,5 bar verhindert die gesundheitsschädliche Staubentwicklung beim Schleifen und schützt das GFK-Laminat.

GFK-Rumpf und Osmose-Sanierung

Bei Osmoseschäden muss der Gelcoat kontrolliert entfernt werden. 0,2–0,5 mm Kupferschlacke bei 2–3 bar trägt die Gelcoat-Schicht gleichmäßig ab, ohne tiefer in die Glasfasermatten einzudringen. Probebereich an verdeckter Stelle vorab testen.

Aluminiumrümpfe: Materialhinweis

Für Aluminiumrümpfe sind eisenfreie Strahlmittel wie Glasperlen oder Korund vorzuziehen, da Kupferschlacke eisenhaltig ist und Kontaktkorrosion begünstigen kann.

Saisonalität und Trocknungszeit

Bootsrenovierungen finden typischerweise im Winterlager statt. Der Rumpf muss vollständig trocken sein, bevor gestrahlt wird. Bei GFK-Osmose-Sanierungen ist eine Trocknungszeit von 4–8 Wochen empfehlenswert, bevor die neue Beschichtung aufgebracht wird.

Technische Eckdaten Kupferschlacke

MaterialKupfersilikatschlacke (Eisensilikat)
NormDIN EN ISO 11126-3
AussehenBraunes, scharfkantiges Granulat
Korngröße0,1 – 2,8 mm (8 Fraktionen)
Härte (Mohs)6 – 7
Spez. Gewicht2,9 g/cm³
Schüttdichte1,6 Mg/m³
Schmelzpunkt1460 °C
pH-WertNeutral
Freie Kieselsäure< 1 % (silikosefrei)

Sicherheit und Vorschriften

Beim Strahlen entsteht Staub. Auch silikosefreies Strahlmittel erfordert persönliche Schutzausrüstung nach TRGS 559 und DGUV-Regel 100-500: Strahlhelm mit Frischluftzufuhr, Schutzanzug, Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz. Geschlossene Strahlkabinen mit Absaugung sind im gewerblichen Einsatz typischerweise erforderlich. Quarzhaltiges Strahlgut ist nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen (TRGS 559, §16 GefStoffV) beim offenen Druckluftstrahlen stark eingeschränkt. Diese Hinweise ersetzen keine Einzelfallprüfung.

Eugenia Birkle, Händlerin · Fachhandel für Strahlmittel aus Bayreuth seit 2022 · Kontakt · Über uns

Bei richtiger Technik bleibt das GFK-Laminat intakt. Empfohlene Parameter: 0,2–0,5 mm Körnung, Druck 2–3 bar, Strahlabstand 25–35 cm, flacher Winkel (15–25°), gleichmäßige Pendelbewegung. Ziel ist der schichtweise Abtrag des Gelcoats – nicht das Eindringen in die Glasfasermatten darunter. Ein Probelauf an einer verdeckten Stelle (z. B. am Kiel oder im Rumpfinneren) ist vor dem großflächigen Strahlen Pflicht. Bei erkennbarer Faserstruktur sofort stoppen. Für empfindliche Yachtrümpfe aus ultradünnem GFK kann Niederdruckstrahlen mit 1,5–2 bar oder Soda-Strahlen eine schonendere Alternative sein. Natriumbicarbonat-Strahlen (Soda-Blasting) ist besonders für die vollständige Antifouling-Entfernung auf GFK verbreitet — das wasserlösliche Mittel hinterlässt keine Rückstände und greift das Laminat nicht an. Kupferschlacke ist aggressiver und für dicke Antifouling-Schichten auf Stahlrümpfen besser geeignet. Die Laminatstärke moderner GFK-Yachten variiert je nach Bereich: am Kiel 10–25 mm, an den Rumpfseiten 4–8 mm — bei dünnen Stellen ist besondere Vorsicht geboten.

Nicht empfohlen. Kupfersilikatschlacke enthält Eisenverbindungen, die auf Aluminiumoberflächen Kontaktkorrosion verursachen können – selbst kleine Eisenpartikel, die in die Aluminiumoberfläche eingeschlagen werden, bilden galvanische Elemente und beschleunigen Korrosion erheblich. Für Aluminiumrümpfe und -bauteile sollten eisenfreie Strahlmittel verwendet werden: Glasperlen für schonende Reinigung und optische Verbesserung, Aluminiumoxid (Korund) für Entrostung und Ankerprofil, oder Kunststoffgranulat für besonders empfindliche Oberflächen. Diese Regel gilt auch für Edelstahlbauteile, wenn höchste Korrosionsbeständigkeit gefordert wird. Bei Aluminium-Legierungen (5000er-, 6000er-Serie), die im Bootsbau häufig eingesetzt werden, können eingeschlagene Eisenpartikel zu Lochfraß führen, der im Salzwasser-Einsatz schnell fortschreitet. Nach dem Strahlen mit eisenhaltigen Mitteln ist eine vollständige Beseitigung aller Metallpartikel durch gründliches Abblasen und Bürsten mit eisenfreiem Werkzeug erforderlich. Korund (Aluminiumoxid) wird speziell für Aluminium empfohlen, da er vollständig eisenfrei ist und ein scharfkantiges Ankerprofil für Epoxid-Primer liefert, ganz ohne Kontaminationsrisiko.

Mit Antifouling kontaminiertes Strahlmittel kann als gefährlicher Abfall einzustufen sein, weil Antifouling-Beschichtungen biozide Wirkstoffe (Kupferverbindungen, bei älteren Booten teils auch Tributylzinn) enthalten können. Die genaue Einstufung und der Entsorgungsweg hängen vom konkreten Material und den örtlichen Vorgaben ab und sollten mit der zuständigen unteren Abfallbehörde, dem Hafenamt oder einem Entsorgungsfachbetrieb geklärt werden. Einige Werften und Yachthäfen haben eigene Sammelcontainer für kontaminiertes Strahlmittel. Tributylzinn (TBT) wurde in der EU seit 2003 schrittweise stark eingeschränkt — Boote mit Antifouling aus älteren Bestandsbeschichtungen können TBT-Rückstände enthalten, die nach öffentlich zugänglichen Informationen als besonders gefährlich eingestuft werden. Vor der Entsorgung empfiehlt sich ein Analytiknachweis. Für Booteigentümer ist das Auffangen des Strahlmittels beim Arbeiten im Freien wichtig, weil ein unkontrollierter Eintrag in Gewässer und Erdreich nach Wasserrecht problematisch ist. Diese Seite ersetzt keine Einzelfallprüfung.

Für das Entfernen von Antifouling und Osmoseschäden ist Strahlen in der Regel effizienter als Schleifen. Vorteile: gleichmäßiger Abtrag auch in Hohlkehlen und Rundungen, weniger manuelle Arbeit, geringere Staubentwicklung als trockenes Schleifen, keine Wärmeentwicklung, die Beschichtungen aufweichen kann. Nachteile: höherer Materialaufwand, lautere Geräusche, mehr PSA erforderlich. Kleinere lokale Osmoseschäden, Kratzer oder einzelne Antifouling-Risse können durch Nassschleifen oder gezielte Chemikalienbehandlung kostengünstiger behoben werden. Für eine vollständige Osmose-Sanierung oder den kompletten Antifouling-Wechsel ist Strahlen die überlegene Methode. Im Vergleich zu chemischem Abbeizen bietet Strahlen den Vorteil, dass keine Rückstände auf der Oberfläche verbleiben, die die Haftung der Folgebeschichtung beeinträchtigen könnten. Schleifstaub aus Antifouling ist zudem als Sondermüll einzustufen — beim Strahlen fällt das kontaminierte Material kompakt und damit leichter handhabbar an. Zeitmäßig ist Strahlen mit Druckbehälter und geeignetem Kompressor (mindestens 500 l/min) für eine vollständige Bootsentlackung etwa 3–5 mal schneller als Nassschleifen von Hand.

Nach einer vollständigen Osmose-Sanierung sind 2K-Epoxid-Primer und Vinylester-Sperrschichtsysteme die bewährten Lösungen. Das Profil von 0,2–0,5 mm Kupferschlacke (Rz 20–40 µm) entspricht den Anforderungen dieser Systeme. Wichtig: Nach dem Strahlen muss der Rumpf vollständig trocknen – bei starken Osmoseschäden sind 4–8 Wochen Trocknungszeit bei guter Belüftung empfohlen, bevor die neue Sperrschicht aufgetragen wird. Feuchtigkeitsgehalt des Laminats mit Feuchtemessgerät prüfen (Richtwert unter 15 % für GFK). Dann 3–5 Schichten 2K-EP aufbauen, bevor das neue Antifouling aufgetragen wird. Zwischen den Schichten jeweils die Trocknungszeiten des Herstellers einhalten. Für Regionen mit starkem biologischem Bewuchs empfiehlt sich ein Antifouling mit erhöhtem Kupfergehalt (ab 50 % Cu) als Deckschicht — die aufgeraute EP-Oberfläche sorgt für optimale Haftung. Wer die Osmose-Sanierung fachgerecht dokumentieren möchte, sollte Fotos vor und nach dem Strahlen sowie Messprotokoll der Laminatfeuchte anfertigen — das erhöht den Wiederverkaufswert und erleichtert spätere Begutachtung durch Versicherungen oder Käufer.